Die älteste Schreibweise "Stämpfli" stammt aus der Schweiz. Dort war die Verwendung von "ä" oder "e" ähnlich variierend, wie in der Pfalz von "i" und "y" am Ende des Namens. Da unsere Vorfahren erst ab der Kinder von Nickel II und Johann Peter in Pfeddersheim Schreiben konnten, er hat mit eigener Hand die Schiffs- und Eidlisten unterschrieben, darf angenommen werden, daß die Schreibweise des Namens fast ausschließlich im Ermessen des Schreibers lag. Während in Wachenheim "Stempfel" nur einmal gefunden wurde, hat sich diese Schreibart in Pfeddersheim etwas länger gehalten. Ab etwa 1700 findet man in Wachenheim nur noch die Schreibweise "Stempel".
| Datum | Inhalt | Urkunde von | liegt in | Schreibweise |
|---|---|---|---|---|
| 25.02.1563 | Taufrodel | Seedorf | Bern St.A. | Stämpfli |
| 02.10.1631 | Taufrodel | Seedorf | Bern St.A. | Stempfli |
| 1655 | Almosenrechnung | Wachenheim | LKA Speyer | Stempfli |
| 02.02.1681 | Glockenstuhlbau | Ratspr.Wach. | LA Speyer | Stempfli |
| 03.05.1682 | Wingertverkauf | Ratspr.Wach | LA Speyer | Stempel |
| 09.04.1685 | Schatzungsregist | Wachenheim | LA Speyer | Stempfli |
| 31.12.1686 | Schlägereysach | Ratspr.Wach. | LA Speyer | Stempli |
| 25.02.1699 | Schuldschein | Ratspr.Wach. | LA Speyer | Stempli und Stempfel |
| 01.12.1700 | Wingertkauf | Ratspr.Wach. | LA Speyer | Stempel |
| ab ca.1800 | Amerika | Stemple | ||
| Ratspr.Wach. | = | Ratsprotokolle Wachenheim |
| LA | = | Landesarchiv |
| LKA | = | (Prot)Landeskirchenarchiv jetzt Zentralarchiv der Evangelischen Kirche der Pfalz |
| St. A. Bern | = | Staatsarchiv Bern. |
Das Fehlen von verschiedenen Schreibweisen nach 1700 liegt natürlich auch daran, daß man mit dem Lesen und Schreiben auch das Buchstabieren gelernt hatte.
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