Seit meiner frühen Jugend hat mich die Ahnenforschung fasziniert. Eine erste Begegnung mit den Vorfahren ermöglichte mir der Frankfurter Stammbaum (Fr. Stb.) der Familie Stempel, männliche Linie. Aber schon bei Erstellung der Ahnentafel in meiner engeren Familie wurde mir bewußt, wie unbefriedigend eine "männliche Linie" eigentlich ist. Es war mein Wunsch, den Stammbaum zu komplettieren, unter Einbeziehung der Ehepartner und der weiblichen Nachkommen. Diesen Wunsch unterstützte Senatspräsident Dr. Theodor Mayer, München, dessen erste Ehefrau eine geborene Stempel und Kusine meines Vaters war. In mühevoller Arbeit zeichnete ich 1949 seine diesbezüglichen Unterlagen ab. Inzwischen ist Dr. Mayers gesamter genealogischer Nachlaß im Landesarchiv Speyer zugängig. Leider mußte das Einbeziehen der weiblichen Linien für alle Äste, bei unseren weitverzweigten Familien, zum Scheitern verurteilt sein. Einige Ereignisse motivierten zwar immer wieder aufs Neue die Arbeit am Stammbaum fortzusetzen, aber gleichzeitig wurde mir klar, daß es sinnvoller ist, sich im Ziel zu beschränken.
Dipl. Kaufmann Robert Stempel, Lugoj, Rumänien, mit dem mich eine mehr als 50 jährige Brieffreundschaft verbindet, Jay Stemple, Va. USA und Patricia DuBois geborene Stemple und ihr Ehemann Gerard, weckten in mir den Wunsch, die Motive für die Wanderungen unserer Vorfahren zu hinterfragen. Ein weiteres Vordringen in frühere Zeiten war nur von den Quellen in der Pfalz aus sinnvoll. So machte ich mich zuerst in die Vergangenheit auf und versuchte auch die groben Unstimmigkeiten in den ersten Generationen des Fr. Stb. zu korrigieren. Wie David Stempel im Januar 1914, bei Herausgabe des Fr. Stb., muß auch ich sagen: Die Ergebnisse sind als vorläufig zu betrachten. Aus der Schweiz fehlen noch viele Daten. Auch die Hardenburg-Linie wartet auf Klärung.
Ich habe diese "Wanderungsspuren" 1993 an alle mir bekannten Stempel-Adressen verschickt.
Im Frühjahr 2003 habe ich mich entschlossen, die "Wanderungsspuren" für eine Publikation im Internet aufzubereiten. Die vorliegenden Seiten entsprechen bis auf das ergänzte Testament von Peter Stembell fast völlig der originalen Veröffentlichung.
Inhalt:
Der gesamte Text als PDF-Dokument (ca. 720 KB).
Dr. Peter Stempel